Kinderkrankheiten
 
Als «Kinderkrankheiten» bezeichnet man verschiedene Infektionskrankheiten wie Masern, Mumps, Röteln oder Windpocken, die vor allem im Kindesalter auftreten und die sehr ansteckend sind. Die meisten Kinderkrankheiten führen zur Immunität gegen den verantwortlichen Krankheitskeim und werden deshalb meistens nur einmal durchgemacht. Gegen viele Kinderkrankheiten gibt es inzwischen wirksame Impfstoffe, die vor einem Ausbruch der Krankheit schützen. Zu den bekanntesten Kinderkrankheiten zählen Masern, Mumps, Röteln, Windpocken und Scharlach.
 
 
Masern
Krankheitsverlauf: Die Krankheit beginnt mit einem plötzlichen Fieberanstieg bis auf 39 Grad, Schnupfen, Husten und Lichtscheu. Zwei Tage später sieht man weissliche Flecken mit rötlichem Hof im unteren Bereich der Wangenschleimhaut. Nach einem kurzen Fieberabfall steigt das Fieber erneut bis 40 Grad, gleichzeitig zeigt sich der Masernausschlag. Nach weiteren drei Tagen fällt das Fieber ab und der Ausschlag verblasst.
Ausschlag: Er beginnt hinter den Ohren und dehnt sich körperabwärts aus. Der Ausschlag ist anfänglich kleinfleckig und hellrot, mit der Zeit fliessen die Flecken zusammen und nehmen einen bläulichen Farbton an. Nach vier bis fünf Tagen verschwindet der Ausschlag, die Haut schuppt sich, wobei die Handteller und Fusssohlen ausgespart bleiben. Ein Juckreiz besteht in der Regel nicht.
Behandlung: Bei Bedarf fiebersenkende Mittel
Ansteckung : 9 bis 11 Tage
Vorbeugung: Impfung
> Merkblatt für das Vorgehen gemäss Auflage des Kantonsarztes bei Sekretariat erhältlich
 
Röteln
Krankheitsverlauf: Röteln sind – sofern sie nicht eine schwangere Frau betreffen – eine harmlose Erkrankung, die manchmal fast ohne Beschwerden verläuft. Die Röteln beginnen mit leichten Erkältungserscheinungen (Husten, Schnupfen, Bindehautreizung), dann schwellen die Lymphknoten im Kopf- und Halsbereich an. Einen Tag später zeigt sich der Hautausschlag.
Ausschlag: Kleine, einzelne, rosarote Flecken, nicht juckend
Behandlung: Meistens nicht nötig
Vorbeugung: Impfung
Ansteckung: 2 bis 3 Wochen
 
 
Windpocken, Wilde Blattern oder Spitze Blattern
Krankheitsverlauf: Dem Auftreten des Ausschlags gehen eventuell leichtes Fieber und Gliederschmerzen voraus.
Ausschlag: Es bilden sich laufend kleine, rote Flecken, die innert Stunden zu Knötchen und darauf zu Bläschen werden. Diese trocknen nach 1 bis 2 Tagen ein und verkrusten. Durch das unterschiedliche Alter und Aussehen der Hautveränderungen wird der Ausschlag mit einem «Sternenhimmel» verglichen. Der Ausschlag dauert 1 bis 2 Wochen und ist von einem starken Juckreiz begleitet.
Behandlung: Bei Bedarf Mittel gegen Juckreiz sowie Mittel gegen Schmerzen und Fieber. Für schwere Fälle steht ein Medikament gegen die Viren zur Verfügung.
Ansteckung: 1 bis 2 Tage vor dem Stadium der Bläschen - bis zur Krustenbildung
 
 
Scharlach
Krankheitsverlauf: Die Krankheit beginnt mit einer Rachen- und Mandelentzündung, Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und Erbrechen. Die Mandeln sind schmerzhaft geschwollen, gerötet und mit weisslichen Belägen bedeckt. Gleichzeitig beginnt unter den Achseln und in den Leisten der Hautausschlag. Ohne Behandlung mit Antibiotika sind schwere Verlaufsformen möglich.
Ausschlag: Der Ausschlag breitet sich von den Achselhöhlen und den Leisten auf den ganzen Körper aus und lässt nur die Haut um den Mund frei. Die Hautveränderungen sind stecknadelkopfgross, erhaben und blass- bis hochrot. Sie stehen dicht beieinander und fühlen sich sandpapier- oder samtartig an. Um den siebten Tag herum beginnt sich die Haut zu schuppen, am stärksten während der folgenden zwei Wochen. An den Händen und Füssen schält sich die Haut in grossen Fetzen. Die Schuppung kann bis zu acht Wochen dauern.
Behandlung: So früh wie möglich Antibiotika (Penicillin) während 10 Tagen
Ansteckung: 2 bis 7 Tage
 
 
Fieber bei Kindern
Bei Säuglingen und Kleinkindern spricht man von Fieber, wenn die im After gemessene Temperatur (Kerntemperatur) 38,5 Grad übersteigt; hohes Fieber besteht bei Werten über 39,5 Grad. Fieber gehört zu den natürlichen Abwehrreaktionen des Körpers. Meistens werden mit dem Fieber eingedrungene Krankheitserreger bekämpft, vor allem Viren und Bakterien. Diese können sich bei einer erhöhten Körpertemperatur weniger stark vermehren. Fieber fördert auch die Durchblutung der Organe und Gewebe und ermöglicht dadurch dem Körper, die benötigten Abwehrzellen und Botenstoffe rascher zu einem allfälligen Entzündungsherd zu transportieren. Zur Bekämpfung des Fiebers benötigt der Körper mehr Energie, dadurch fällt die Leistungs- und Aufmerksamkeitsfähigkeit massiv ab.
 
 
Kopflaus
Wenn Sie bei der Haaruntersuchung Läuse gefunden haben, dann müssen Sie den Kopflausbefall sofort behandeln und in der Schule melden. Verwenden Sie zur Haarwäsche ein Lausmittel und wenden Sie einen Lauskamm an. Lassen Sie sich in der Apotheke oder Drogerie beraten. Die Kinder sollen bis nach der ersten Behandlung zu Hause bleiben.
Tipp:Prophylaktisch kann das Weidenrindenshampoo von Rausch angewendet werden. Bei häufig wiederkehrenden Lausbefallmeldungen behält sich die Schule vor, alle Kinder zu kontrollieren und im einzelnen Fall die Haarwäsche direkt vorzunehmen.
 
 
>> Schulbesuch
Bei allen oben erwähnten Krankheiten empfiehlt der Schularzt die Kinder aufgrund der Ansteckungsgefahr nicht in die Schule zu schicken und mindestens einen Tag fieberfrei zuhause zu betreuen. Bei Erkältungskrankheiten ohne Fieber ist es eine Ermessensfrage; Erkältungen gehören im Kindesalter zum Alltag.
 

 

 

Quellen: www.meine-gesundheit.ch, Empfehlungen Gesundheitsdienste

 

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Primarschule und Kindergarten Eich
 

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